Der letzte Ritter von Laudegg

Eine stolze Burg steht am Felsenrand.

Im Schloß ist weinen und klagen.

Den Schloßherrn sieht man in eisener

Wehr den Berg hinunterjagen.

Er reitet hinaus in den schweren Kampf,

den Rittern ziemt es zu schützen

den Glauben, das Land und Weib und Kind

Die Lanzen im Sonnenschein blitzen.

Nach dem 3. Kreuzzug kehrt

Ritter Albrecht heim aus Kampf

und Schlachtgetümmel,

nun jagt er schon den Berg hinan

auf einem stolzen Schimmel.

Der Teich trennt ihn noch von der Burg,

den muß er rasch durchreiten,

nun gibt es bald ein Wiedersehn,

nun kommen schöne Zeiten.

Des Teiches Mitte ist erreicht.

Vom Schloß ein Tücherwinken.

Doch weh, oh weh im tiefen Schlamm

Reiter und Roß versinken.

In lichten Vollmondnächten sieht

den Helm man heut ´ noch blitzen,

als wollt der Ritter Weib und Kind

im Tode noch beschützen.